{"id":15134,"date":"2021-08-17T20:08:24","date_gmt":"2021-08-17T20:08:24","guid":{"rendered":"https:\/\/awakentheworld.com\/de\/?post_type=awaken-transcript&#038;p=15134"},"modified":"2023-07-27T14:57:29","modified_gmt":"2023-07-27T14:57:29","slug":"samadhi-teil-3-der-weglose-pfad","status":"publish","type":"awaken-transcript","link":"https:\/\/awakentheworld.com\/de\/transcript\/samadhi-teil-3-der-weglose-pfad\/","title":{"rendered":"Samadhi Teil 3 &#8211; Video Transkription"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-samadhi-teil-3\">Samadhi Teil 3<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-der-weglose-pfad\">\u201eDer weglose Pfad\u201c<\/h3>\n\n\n\n<p>Respektvoll m\u00f6chte ich dich daran erinnern:<br>Leben und Tod sind von h\u00f6chster Wichtigkeit.<br>Die Zeit vergeht schnell\u2026 und die Gelegenheit ist verpasst.<br>Jeder von uns sollte danach streben, zu erwachen.<br>Wach auf!<br>Sei achtsam!<br>Vergeude nicht dein Leben.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Menschheit ist tief in den materiellen Bereich hinabgesunken und hat ihre Wurzeln in den mentalen und physischen Schichten unseres Seins verankert. Wie Carl Jung sagte \u201ewer den Himmel ber\u00fchren will, dessen Wurzeln m\u00fcssen bis in die H\u00f6lle reichen.\u201d Aus dem Schmelzofen von Babylon kommt Verwandlung, Umgestaltung und neues menschliches Potential.<br>Laut den \u00f6stlichen Traditionen w\u00e4chst der Lotus des Erwachens aus dem Schlamm von Samsara; aus dem Leiden.<br>Das Christentum erz\u00e4hlt vom S\u00fcndenfall im Garten Eden. Die Esoterik beschreibt dies als die Entstehung des individuellen Ich-Gef\u00fchls oder pers\u00f6nlichen Willens, der getrennt ist vom G\u00f6ttlichen Willen. Zugleich mit dem getrennten Selbst entsteht eine \u00e4u\u00dfere Welt des Denkens; die Welt der Form, scheinbar getrennt vom begrenzten Selbst. Die Person bzw. das Ego besteht aus dem Streben nach Dingen in der \u00e4u\u00dferen, von Gedanken projizierten Welt. Die \u00e4u\u00dferlichen Dinge, die wir begehren, sind die Fr\u00fcchte des Baumes der Erkenntnis von Gut und B\u00f6se oder des Baumes der Dualit\u00e4t.<br>Man k\u00f6nnte sagen, die urspr\u00fcngliche S\u00fcnde ist das Begehren des egoischen, dualistischen Bewusstseins.<br>Dies ist Maya, die Situation, in der die Menschheit sich jetzt befindet.<br>Nach \u00e4u\u00dferen Fr\u00fcchten zu streben bedeutet, das Ziel, das Jetzt, zu verfehlen.<br>In der Geschichte gab es gelegentliches Erwachen und Aufbl\u00fchen des menschlichen Bewusstseins. Die Heiligen, Yogis, Weisen und H\u00fcter der Weisheit. Aber jetzt hat die Menschheit die einzigartige Chance, diese Reise als Kollektiv zu machen; das Entwerfen und Mitgestalten gemeinsamer, neuer Realit\u00e4ten, wenn wir die h\u00f6heren Welten wiederentdecken und aus dem kolledtivenTraum des begrenzten Selbst erwachen.<br>Die meisten Menschen sind vollst\u00e4ndig mit den grobstofflichen physischen und geistigen Schichten ihres Wesens identifiziert, sie wissen nicht einmal, dass es h\u00f6here Ebenen gibt. Sie wissen oder ahnen nicht, dass spirituelles Potential in ihrer Ich-Struktur darauf wartet, aktiviert zu werden. Durch Erkennen dieser F\u00e4higkeiten verbinden wir uns mit immer subtileren Ebenen der Existenz und machen gleichzeitig die Selbst-Struktur durchl\u00e4ssig f\u00fcr unsere wahre Natur; disidentifizieren uns von allen Ebenen des Geistes oder Maya.<br>Beim Studieren der spirituellen Traditionen, die es im Lauf der Geschichte gab, erfahren wir, dass die gro\u00dfen Weisen, Mystiker und Seher ein Kontinuum des Seins beschreiben. Die alten vedischen Lehren beschrieben f\u00fcnf Koshas oder H\u00fcllen der Seele vom grob-physischen und mentalen Bereich, der die konditionierte Welt ist, in der die meisten Menschen heute leben, bis hin zu den feineren Bereichen der energetischen Astral- und h\u00f6heren Geistbereiche, den archetypischen Vorlagen der Existenz. Und schlie\u00dflich zum Kausalbereich, in dem es keine Gedanken oder Empfindungen gibt.<br>Die Verwirklichung des urspr\u00fcnglichen Gewahrseins, das Erwachen des Gottesbewusstseins in der Seele, durchbricht die Illusion aller dieser Bereiche, aller Schichten von Maya.<br>In den alten Traditionen gibt es zahlreiche konzeptuelle und sprachliche Hinweise, die auf dieses Kontinuum von grobstofflich zu subtil zu kausal hindeuten. Gleich, ob es das Chakrasystem oder Koshasystem der vedischen Tradition oder die Dantien des Tao sind, alle Ebenen im Bereich der Ver\u00e4nderung sind Maya; die Spirale, die unsere wahre Natur verbirgt und dennoch der direkte Ausdruck des Lebens selbst ist. Die Spirale des Lebens erm\u00f6glicht uns das Erfahren des menschlichen Lebens. Wenn alle Maya-Ebenen als leer vom Selbst erkannt werden, ist ein unfassbares Einssein bzw. eine mystische Vereinigung jenseits von Sprache erlebbar, das die anderen Ebenen sowohl einschlie\u00dft als auch transzendiert.<br>Henry David Thoreau sagte bekanntlich, dass die meisten Menschen ihr Leben in stiller Verzweiflung f\u00fchren. Sie werden mit ihrem Lied noch in sich begraben. Ihre Verzweiflung kommt von der endlosen Suche au\u00dferhalb ihrer Selbst, dem Streben nach \u201eDingen\u201c, Geld, Macht, Beziehungen, Anerkennung von anderen. Die Wurzel des Leidens liegt in der mentalen Anhaftung an Dinge, nicht an den Dingen selbst. Es spielt keine Rolle,was du hast, was z\u00e4hlt, ist dein Festhalten daran. Anhaftungen werden im sensorischenBereich durch Neuroplastizit\u00e4t geformt. Wenn die Aufmerksamkeit auf etwas gerichtet ist, feuern die Neuronen und erschaffen zusammen ein Programm im Geist \u2013 eine Tendenz zu einem Muster, welches der Geist selbst ist. Wenn wir unbewusste Tendenzen oder Lebensmuster haben, sind wir eigentlich nicht abh\u00e4ngig von den Dingen selbst. Wir sind nicht von den Drogen, Alkohol, Sex, Essen oder Medien abh\u00e4ngig, sondern von den Gef\u00fchlen, die sie in uns ausl\u00f6sen.<br>Wir werden frei davon, indem wir den somatischen Bereich direkt beobachten, die wechselnden Ph\u00e4nomene am Grunde des Gewahrseins. Wir bleiben ruhig, reagieren nicht und beurteilen keine Empfindung als gut oder schlecht. Um frei zu werden, lernen wir, wie diese Anhaftungen entstehen, indem wir Bewusstsein in die feinstoffliche innere Welt bringen. Wir beginnen, die mentalen und Sinnesreize als ein sich ver\u00e4nderndes Feld zu sehen, anstatt uns an die Gedanken und Empfindungen zu binden, was die Identifikation und die Entstehung der Welt der Form bewirkt. Dieses Feld der Ver\u00e4nderung wird \u201ePrana\u201c oder \u201einnere Energie\u201c genannt, das F\u00fchlen der inneren Lebendigkeit.<br>Der \u00dcbergang zu einer neuen Erde f\u00fchrt heraus aus dem Materialismus. Wir sind Zeugen, wie die alten Paradigmen und das krankhafte Immer-mehr-wollen sich aufl\u00f6sen.<br>Was du jetzt um dich herum erlebst, mag finster aussehen, wie Verr\u00fccktheit erscheinen. Aber tats\u00e4chlich sieht so das Erwachen auf dem Planeten Erde aus. Du bist Zeuge der Aufl\u00f6sung alter Muster. Viele Menschen sind entt\u00e4uscht von den derzeitigen politischen, sozialen, wirtschaftlichen und relig\u00f6sen Systemen. Sie misstrauen den egoistischen Pl\u00e4nen der Medien, der Industrie und den sogenannten spirituellen Systemen. Sie vertrauen dem Gesundheitswesen oder der Regierung nicht mehr. Die Menschen sind desillusioniert. Dieses Aufl\u00f6sen der Illusion ist ein wichtiger Teil, um die Wahrheit zu erkennen, der geistigen Krankheit, die der heutigen Zeit innewohnt, direkt ins Auge zu blicken und um aus dem Ego-Bewusstsein herauszukommen. Mit Ego-Bewusstsein meine ich die unbewusst ablaufenden Muster von Begehren und Abneigung; die kollektiven Samskaras oder konditionierten Pr\u00e4gungen, die die Bedingungen von Maya entstehen lassen \u2013 die Identifikation mit unserer Person oder sozialen Gruppen oder wor\u00fcber wir uns sonst noch definieren. W\u00e4hrend unseres Lebens treten wir in diversen Rollen und Archetypen auf.<br>Die Ich-Struktur ist die Verbindung mit der Welt \u2013 wir wollen diese Verbindung nicht loswerden oder sie zerst\u00f6ren. Der Weg ist, uns von ihr zu disidentifizieren, damit unser Gef\u00fchl des \u2018Ich\u2019 oder das Sp\u00fcren der Existenz nicht an eine begrenzte Form gebunden ist, und wir nicht leiden, wenn die Welt der Form sich \u00e4ndert. Der Weg des Menschen f\u00fchrt von der vor-egoischen Existenz des Einsseins, dem Verschmolzensein mit der Mutter, das wir als Baby erlebten, hin zur Entstehung der Person. Wir wachsen und bilden eine Pers\u00f6nlichkeit aus. Dies ist ein notwendiger Teil unserer Evolution, um Selbstbewusstsein zu entwickeln, um das Gef\u00fchl eines Selbst oder \u201eIchs\u201d zu versp\u00fcren. Wir befinden uns in unserer Entwicklung gerade im Stadium eines Heranwachsenden, identifiziert mit dem Ego. Der n\u00e4chste Schritt \u00fcber das Selbstbewusstsein hinaus ist das Realisieren transpersonaler Ebenen des Selbst. Gemeinsame Ebenen von Bewusstsein zu erfahren; verschiedene Levels von Logos oder h\u00f6herem Selbst. Man k\u00f6nnte Seelenebenen sagen, wenn du diese Sprache bevorzugst. Unsere Sph\u00e4re des Mitgef\u00fchls weitet sich aus. Es ist dies eine Ausdehnung durch Liebe.<br>Aus der Sicht der alten Pr\u00e4gung des Ego-Bewusstseins ist diese Aufl\u00f6sung etwas Furchterregendes. Du wirst Verwirrung und Schmerz erleben, wenn du an den alten Mustern festh\u00e4ltst. Die erwachenden Menschen werden dann tats\u00e4chlich als Bedrohung erlebt. Erwachen wird als Krise gesehen, weil es eine Aufl\u00f6sung von dem, was bekannt ist, darstellt. Im Moment sind wir wie Raupen im Kokon, in dem sich eine Metamorphose vollzieht. Es gibt einen Punkt in der Transformation, an dem die Raupe weder eine Raupe noch ein Schmetterling ist. An diesem Punkt hat das alte Selbst, das sich verwandelt, das Gef\u00fchl, dass alles verloren ist. Aber das ist lediglich ein Teil des Prozesses.<br>Vertrauen bedeutet die Hingabe an den evolution\u00e4ren Impuls, ein tiefes Wissen, dass wir uns zur Quelle hin bewegen. Die kollektive Verblendung, von den alten spirituellen Lehrern Maya genannt, ist an unsere kollektive Anhaftung an alte Strukturen gebunden, an die menschliche \u00dcberheblichkeit; den Glauben, dass wir wissen, wohin wir gehen, was wir tun und wer wir sind.<br>Der franz\u00f6sische Maler Paul Gauguin ist ber\u00fchmt f\u00fcr ein Gem\u00e4lde, das er mit \u201eWoher kommen wir, was sind wir und wohin gehen wir\u201c betitelte. Diese drei Fragen erfordern Bescheidenheit. Um herauszufinden, was wir sind \u2013 die Wahrheit heraus- zufinden \u2013 m\u00fcssen wir zuerst zugeben, dass wir die Wahrheit nicht kennen. Wir haben die Antwort nicht, wenn wir die Antwort finden wollen. Es muss die ehrliche Bereitschaft da sein, uns selbst zu erforschen, in uns zu blicken. Wie f\u00fcr Dantes Pilger in der \u201eG\u00f6ttlichen Kom\u00f6die\u201c beginnt die Reise zur Selbsterkenntnis im dunklen Wald, auf Irrwegen, und wir m\u00fcssen erkennen, dass wir verloren sind.<br>In den alten vedischen Traditionen werden die Dimensionen von Sein und Werden repr\u00e4sentiert durch Shiva und Shakti. Das archetypisch Weibliche, der abw\u00e4rts flie\u00dfende Strom oder die Manifestation, wird repr\u00e4sentiert von Shakti durch das abw\u00e4rts zeigende Dreieck, das auf die Involution des Geistes in die Welt der Form weist. Shiva verk\u00f6rpert den aufw\u00e4rts flie\u00dfenden Strom, den Strom der Befreiung. Das nach oben zeigende Dreieck weist auf das reine, eigenschaftslose Bewusstsein, auf die Entwicklung jenseits der Welt der Form oder das Transzendente. So lange wir in der dualistischen Welt handeln, identifiziert mit dem begrenzten Verstand, schlie\u00dfen diese beiden Str\u00f6me den weglosen Weg ein. Wir sind t\u00e4tig innerhalb des Stroms der Manifestation und dem der Befreiung, im Tun und Nichttun, leben sowohl gebunden an die Zeit als auch im Zeitlosen. Wenn sich diese beiden Dimensionen verbinden in g\u00f6ttlicher Union, ist das Samadhi.<br>Wenn sie vereint sind, stellen sie das Gleichgewicht und das gemeinsame Vorhandensein beider Dimensionen dar \u2013 wie der Davidstern oder das Anahata-Symbol, ein altes Symbol f\u00fcr das spirituelle Herz, den ungespielten Klang, die transzendente Quelle des urspr\u00fcnglichen Om, welches das Universum ins Dasein tanzt. Es wird gesagt, in Samadhi h\u00f6rst du die himmlische Musik des Daseins, die musica universalis, oder die Fl\u00f6te Krishnas oder was Pythagoras \u201edie Musik der Sph\u00e4ren\u201c nannte.<br>Dies sind nat\u00fcrlich alles Metaphern f\u00fcr etwas, das in den Tiefen unseres Seins erwacht, etwas jenseits des begrenzten Verstandes und der Sinne. Es gibt spirituelle Disziplinen, die den Fokus auf den feinstofflichen K\u00f6rper richten mit Praktiken wie das Beobachten des Atems und der Empfindungen, beim Arbeiten mit Chi oder Prana. Arbeiten mit Techniken und Prozessen die vom konditionierten Verstand gelernt werden k\u00f6nnen. Alles, was den begrenzten Verstand direkt benutzt und einsetzt, um Samadhi zu realisieren, ist Teil der \u201eVia positiva\u201c, was wir als den Shakti-Weg bezeichnen. Und es gibt spirituelle Wege, bei denen es um die Transzendierung der manifestierten Welt geht, und die wir den Shiva-Weg oder \u201eVia negativa\u201c nennen. Wir kommen zur Erkenntnis dessen, was wir jenseits von Name und Form sind, indem wir alles loslassen, was wir nicht sind.<br>Der Weg zu Samadhi hat viele Namen wie Meditation, Selbsterforschung oder Gebet. Die meisten, die heutzutage diese Dinge praktizieren, benutzen eine Technik, aber die alte Form der Meditation, die zu Samadhi f\u00fchrt, ist eigentlich keine Aktivit\u00e4t. Sie ist nicht etwas, das du tust oder \u00fcbst, sondern das Aufl\u00f6sen des Meditierenden, Suchenden oder Handelnden. Wahre Meditation ist die Vereinigung mit dem, was IST, und sie wird sich nur ereignen, wenn das Ego beim Versuch zu meditieren scheitert und seine eigene Begrenztheit erkennt. Das Ego, das DU, von dem du glaubst, dass du es bist, muss notwendigerweise bei allen Versuchen zu meditieren scheitern, damit wahre Meditation entsteht. Je n\u00e4her wir der Wahrheit kommen, desto n\u00e4her kommen wir Samadhi, je weniger Tun, je weniger Technik es gibt. Die Techniken sind Teil der Vergangenheit. Wir lassen das Machen und den Macher los. Wir geben das Suchen und den Sucher auf, um in die unkonditionierte Gegenwart zu gelangen. Manche Lehrer \u00fcbersch\u00e4tzen Techniken, w\u00e4hrend andere sie untersch\u00e4tzen. Es ist wichtig zu verstehen, dass die Technik ein Trittstein ist. Wir wollen die Technik nicht aufgeben, aber auch nicht an ihr festhalten.<br>Der altbew\u00e4hrte Weg, um Samadhi zu verwirklichen, besteht aus langen Perioden spiritueller Praxis. Egal, ob du diese Praxis Meditation, Selbsterforschung oder Gebet nennst, da ist eine Wahrheit, zu der man erwachen muss. Der Yogi und Weise Patanjali, der vor 2500 Jahren die Yoga- Sutras gesammelt hat, lehrte, dass sich das ganze Bem\u00fchen des Yoga auf den Stillstand des Whirlpools des Verstandes richtet. Man k\u00f6nnte sagen, es ist das Aufl\u00f6sen des Karmas, das Aufl\u00f6sen der tief unbewussten Strukturen, die unser Leben bestimmen. Diese unbewussten Strukturen werden in Sanskrit die Vrittis genannt.<br>Auf \u00e4hnliche Weise sagte der Zenmeister Dogen, dass Meditation der Wegfall von Geist und K\u00f6rper ist. Im Buddhismus hei\u00dft sie Nirvana oder Nirodha; es ist das Aufh\u00f6ren der Fluktuationen des begrenzten egoischen Verstandes, der die Identifikation mit dem begrenzten Selbst erzeugt. Im Christentum finden wir dieselbe immerw\u00e4hrende Lehre durch eine v\u00f6llig andere Metapher ausgedr\u00fcckt, in der Sprache, die \u00fcblich war zu jener historischen Zeit. Samadhi zu verwirklichen in der Sprache des Christentums hei\u00dft, das K\u00f6nigreich Gottes auf Erden zu erlangen durch die Vergebung der S\u00fcnden, durch das Erkennen von Christus. Auf hebr\u00e4isch hei\u00dft S\u00fcnde w\u00f6rtlich \u201edas Ziel verfehlen\u201c; was bedeutet, den gegenw\u00e4rtigen Moment zu verpassen; das Gl\u00fcck in den Dingen der \u00e4u\u00dferen Welt zu suchen anstatt die Quelle wahrer Erf\u00fcllung zu realisieren.<br>Ins Jetzt, in den gegenw\u00e4rtigen Moment zu kommen, hei\u00dft zu lernen, die Pr\u00e4ferenzen des konditionierten Verstandes aufzugeben. Gegens\u00e4tzliche Zust\u00e4nde auszubrennen, indem wir auf nichts reagieren, das im Feld der st\u00e4ndigen Ver\u00e4nderung auftaucht. Zu meditieren hei\u00dft, das konditionierte Selbst zu verbrennen, oder man k\u00f6nnte sagen, Energie aus dem konditionierten Selbst freizusetzen. Diese Wahrheit ist im Evangelium von Thomas zu finden, wo es hei\u00dft \u201ewenn du hervorbringst, was in dir ist, wird dich das, was du hervorbringst, retten. Wenn du nicht hervorbringst, was in dir ist, wird dich das, was du nicht hervorbringst, zerst\u00f6ren.\u201c<br>Ein Berg kann auf vielen Wegen bestiegen werden. Man kann direkt zum Gipfel gehen oder manchmal kann es besser sein, einen gewundenen Weg zu nehmen. Aber der Blick vom Gipfel ist immer derselbe, egal, welchen Weg du nimmst. Menschen haben durch die Millennien Tausende von Meditationstechniken entwickelt, nicht zu vergessen zahllose Yogapositionen, Asanas, spezielle Atemtechniken oder Pranayama, und jede nur denkbare Vielfalt von Ritualen oder Praktiken.<br>Falls Meditation einfach Aufl\u00f6sen oder Stoppen bedeutet, wenn es einfach zur Stille kommen ist, warum brauchen wir dann so viele Techniken, um Meditation zu erreichen? Warum k\u00f6nnen wir nicht einfach sitzen und warten, bis sich unser Schlamm abgesetzt hat, so wie im Zen gelehrt wird? Die Wahrheit ist, dass wir einfach stoppen k\u00f6nnen. Wir k\u00f6nnen die Aktivit\u00e4ten unserer Person aufgeben, jedoch, wie Einstein sagte, \u201eobwohl die Wirklichkeit nur eine Illusion ist, ist sie hartn\u00e4ckig\u201c.<br>Wegen der Beharrlichkeit der Illusion ist es f\u00fcr die meisten notwendig, ins Unbewusste vorzudringen. Um wach zu bleiben, m\u00fcssen wir den Avatar von seinen Samskaras reinigen, von seinem Karma oder seiner Programmierung, damit nicht die unbewussten Anteile des Selbst die Show noch l\u00e4nger bestimmen. Wenn ich \u201ereinigen\u201c sage, hei\u00dft das nicht, dass der Avatar irgendwie schlecht oder negativ w\u00e4re. Ich meine nur, dass es m\u00f6glich ist, sich vom Gef\u00fchl eines Selbst zu disidentifizieren, und dieser Prozess der Aufl\u00f6sung ist es, was wir \u201eReinigung\u201c nennen. Ich reinige mein Selbst von mir selbst. Unser Sadhana ist es, alle Aspekte unseres Selbst zu vereinen, damit wir nicht geteilt sind. Wir durch- dringen das Unbewusste, um Bedingungen zu schaffen, die kein Entkommen f\u00fcr das Ego zulassen. Ob dies mittels langer Meditationssitzungen oder Selbsterforschung oder durch intensives Yoga oder Qi Gong, Gebet oder Atemarbeit oder Fasten oder Chanting geschieht oder durch die Einnahme von Entheogenen, die unser tiefes Unbewusstes zug\u00e4nglich machen, wir f\u00fchlen uns nat\u00fcrlich zu den unterschiedlichen Praktiken, Techniken und Werkzeugen zu verschiedenen Zeiten auf unserem Weg hingezogen.<br>Welche Praktik oder Technik das auch sein mag, der Reinigungsprozess wird stattfinden, solange wir Gegenw\u00e4rtigkeit und Gleichmut fortentwickeln. Indem wir im Jetzt sind und uns dem hingeben, was ist, fahren wir fort, die karmischen Knoten, die unsere Identifikation mit dem Avatar bewirken, aufzul\u00f6sen.<br>Wir h\u00f6ren auf, jede Empfindung oder jeden Gedanken als gut oder schlecht zu beurteilen, dringen immer tiefer ein in das sensorische Feld. Wir nehmen immer subtilere Ph\u00e4nomene wahr und werden uns dessen, was auftaucht, so bewusst, dass wir schlie\u00dflich mit dem Meditationsobjekt verschmelzen. Wir werden der Atem. Wir werden die Yogahaltung. Wir werden zum Gesang. Wir werden der Avatar. In jedem Fall nennt man das Verschmelzen mit dem Prana-Feld Savikalpa Samadhi oder Samprajnada Samadhi, was \u201eSamadhi mit Samen\u201c bedeutet. Ein Rest Samen f\u00fcr die Gewohnheiten, ein Samen f\u00fcr die Form. Ein Samen f\u00fcr die konditionierte Verstandes- und die karmische Aktivit\u00e4t. Solange da noch ein Samen f\u00fcr das Festhalten, die unbewusste Verstandest\u00e4tigkeit, f\u00fcr die Trennung zwischen innerer und \u00e4u\u00dferer Welt vorhanden ist, kann das endg\u00fcltige Ziel nicht erreicht werden. Savikalpa Samadhi, das vorbereitende Samadhi, wird auch \u201eJhana\u201c (Pali) oder \u201eDhyana\u201c (Sanskrit) genannt. Das Karma in der Selbststruktur wird verbrannt, eine energetische Vorbereitung des Gef\u00e4\u00dfes f\u00fcr das Erwachen der wahren Natur, die durch Nichttun, durch die Beendigung der Verstandesaktivit\u00e4t realisiert wird.<br>Dein Geist ist wie ein Teich, und deine Gedanken sind wie Wellen oder Gekr\u00e4usel auf diesem Teich.<br>Was kannst du tun, damit der Teich still wird?<br>Was auch immer du tust, wird nur noch mehr Wellen erzeugen. Du kannst ihn nicht gl\u00e4tten oder still machen.<br>Der Teich kommt nur zur Ruhe, wenn du jedes Bem\u00fchen und Streben, jede Bewegung aufgegeben hast. Du kannst nichts tun, um dein nat\u00fcrliches Wesen zu erkennen. Die Erkenntnis dessen, was du bist, erfolgt jenseits der Bewegungen des Geistes und der Sinne. Wer bewegt den Geist? Erkenne, \u201ewer\u201c eine Wahl trifft. Es ist nur der Geist selbst, der w\u00e4hlt. Es ist nur der Geist selbst, der sich bewegt.<br>Es ist nur der Geist selbst, der versucht, den Geist zur Ruhe zu bringen.<br>Wenn der Verstand diese Worte h\u00f6rt, wird er wahrscheinlich verwirrt sein, und sich fragen \u201eWas kann ich tun?\u201c Lasse diese Verwirrung einfach zu. Werde dir des Wahren Selbst bewusst, werde des Gewahrseins gewahr, bewusst des Bewusstseins.<br>Bleibe dabei, bis allein \u201eDas\u201c zu deiner Realit\u00e4t wird.<br>Am Anfang, wenn du beginnst, das Bewusstsein zu beobachten, siehst du nur das falsche Selbst, nur die Bewegungen des Verstandes.<br>Mit \u201eSei dir des Wahren Selbst\u201c bewusst, meine ich nicht ein Umdrehen oder eine Bewegung. Es ist nicht so, als ob du eine Kamera auf ein neues Objekt richtest, sondern es ist vielmehr so, dass du dein Interesse f\u00fcr die Bewegungen des Geistes oder dein Festhalten daran aufgibst.<br>Es gibt zwei Hauptknoten, die uns an die Identifikation mit dem falschen Selbst binden: Der K\u00f6rper will sich wohlf\u00fchlen und der Verstand will wissen. Der K\u00f6rper braucht angenehme Gef\u00fchle und will Schmerz vermeiden. Alle Sadhanas oder spirituellen Praktiken, die zu Samadhi f\u00fchren, beinhalten grunds\u00e4tzlich zwei Dinge: Erstens, die Dualit\u00e4t von Behagen und Unbehagen los zu lassen, und zweitens einen \u201enichtwissenden Verstand\u201c zu entwickeln. Tiefe innere Hingabe, energetische Hingabe, gedankenfrei pr\u00e4sent sein, bewusst sein ohne Pr\u00e4ferenzen.<br>Sokrates wird als die weiseste Person seiner Zeit betrachtet. Er ist ber\u00fchmt f\u00fcr seine Maxime \u201eIch wei\u00df, dass ich nicht wei\u00df\u201c. Dies ist das sokratische Paradox. Einen \u201eNichtwissen-Verstand\u201c, einen nicht wissenden Geist anzunehmen, ist das Tor zu Samadhi.<br>Warte. Sei still ohne Hoffnung, ohne Gedanken, denn Hoffnung w\u00fcrde auf einer Idee basieren, dadurch w\u00fcrde weiterhin Energie in den konditionierten Verstand flie\u00dfen.<br>T.S. Eliot schrieb: \u201eIch sagte meiner Seele, sei still und warte ohne Hoffnung, denn es w\u00e4re eine Hoffnung auf das Falsche. Warte ohne nachzudenken, da du nicht bereit bist, nachzudenken.\u201c<br>Der Moment, in dem du eine Hoffnung, ein Motiv oder einen Gedanken hast, ist der Moment, in dem du wieder im konditionierten Verstand gefangen bist. In der \u201eG\u00f6ttlichen Kom\u00f6die\u201c schrieb Dante als Inschrift am Eingang zur H\u00f6lle: \u201eGib alle Hoffnung auf, der du hier eintrittst.\u201d<br>Dies ist in der Tat eine sehr praktische Instruktion. Es w\u00e4re eine gute Ermahnung, wenn sie am Eingang jedes Meditationszentrums, Ashrams, Kirche oder Tempel angebracht w\u00e4re. Welche Hoffnung du auch hegst, sie basiert immer auf der konditionierten Vergangenheit. Hoffnung ist eine Art Wissen, welches die Ego-Struktur am Suchen und Machen h\u00e4lt. Wenn wir unsere Sadhanas, unsere spirituelle Praxis, die zu Samadhi f\u00fchrt, intensiv betreiben, m\u00fcssen wir alle Hoffnungen, alle Projektionen in die Zukunft, aufgeben und akzeptieren, dass wir nicht einmal wissen, worauf wir hoffen. Dies ist eine Dem\u00fctigung f\u00fcr das Ego. Wenn wir die Hoffnung aufgeben, geben wir auch die Furcht auf. Hoffnung und Furcht sind Projektionen des Geistes in die Zukunft; die innere Verkn\u00fcpfung, die uns an die Identifikation bindet. Hoffnung bedeutet Verlangen, Furcht ist Widerwille. Wenn wir im jetzigen Moment, so wie er ist, verweilen, wo sind dann Hoffnung oder Furcht? Unsere spirituelle Arbeit besteht darin, die Knoten, die uns an die Identifikation mit der Person binden, freizulegen und aufzul\u00f6sen. Wir bewegen uns jenseits von Behagen und Unbehagen und treten in die Wolke des Nichtwissens ein. Wir k\u00f6nnen dies sowohl w\u00e4hrend der formellen Praxis als auch im Alltagsleben tun.<br>Zu meditieren, dich selbst zu kennen, ist Brennen im Jetzt.<br>Deine Gewohnheiten, deine Pr\u00e4ferenzen verbrennen.<br>Und dies ist nichts von deinem Leben Getrenntes. Die Muster fallen zu lassen, deine Beurteilungen, den Kampf zu beenden noch w\u00e4hrend du dich mittendrin befindest, ist die tiefste Praxis. Dies ist der einzige Kampf, den du gewinnst, indem du aufgibst, durch Unterwerfung, durch Sterben auf dem Schlachtfeld. Freiwillig aufs Kreuz zu steigen.<br>Manche Menschen sind bereit f\u00fcr die h\u00f6chsten Lehren \u00fcber Meditation und Selbsterforschung, die einfache, klare Wahrheit. Sie werden den Dharma h\u00f6ren und sofort verstehen. Diese Menschen sind wie Holz, das gut gelagert wurde, und sie sind bereit, selbst zu verbrennen. Es braucht nur noch den Funken. Andere Leute scheinen mehr Vorbereitung zu ben\u00f6tigen. Sie sind wie feuchtes Holz und brauchen Zeit, um auszutrocknen, bevor sie Feuer fangen. Sie brauchen Techniken, Praktiken, um die Bindungen der Selbststruktur zu l\u00f6sen und frei von Samskaras zu werden. Oder sie glauben zumindest, dass es so ist, und der Glaube macht es dann wahr.<br>Praxis und Technik sind vergleichbar mit Trittsteinen; wie der Gebrauch eines Dorns, um einen Dorn zu entfernen, oder ein Muster, um ein Muster zu entfernen. Spirituelle Praxis wie das Rezitieren von Worten, \u00dcben einer Disziplin oder irgenetwas Gelerntes ist einfach Nachahmung. Es ist etwas sich Wiederholendes und Konditioniertes. Alle Techniken sind konditionierte Muster im Verstand \u2013 die Praxis selbst wird niemals jenseits des Verstandes f\u00fchren, zu Samadhi. Du wirst im Muster eines sich roboterhaft wiederholenden Zustands bleiben. Man sollte locker bei der Technik bleiben, der inneren Energie erlauben, frei zu flie\u00dfen. Wenn du absorbiert wirst von der inneren Energie, l\u00e4sst das egoistische Tun nach.<br>Das konditionierte Tun, das unbewusste Programmieren, hat sich aufgrund unvollst\u00e4ndiger Erfahrungen gebildet. Immer wenn eine Erfahrung unvollendet bleibt, bildet sich ein Eindruck im Geist. Es entsteht ein kleines Programm im Unbewussten. Dieses Programmieren bzw. Konditionieren kann durch Traumas entstehen oder einfach durch Erfahrungen, von denen wir uns abgewandt haben, weil sie zu schmerzhaft waren. Unsere Selbst-Struktur besteht aus zahlreichen kleinen Programmen, die aufgrund unvollendeter Erfahrungen entstanden sind. Diese Ged\u00e4chtniseindr\u00fccke sind nicht nur im Gehirn, sondern auch im Energiesystem des K\u00f6rpers, im gesamten Nervensystem, den Faszien und den vielen Netzwerken von Nadis oder Meridianen gespeichert. Zum Abspielen brauchen diese Programme Energie. Wenn Energie im Unbewussten eingeschlossen ist, dann ist das wie das Ge\u00f6ffnetlassen von Apps auf deinem Phone, die Energie verbrauchen. Unser Sadhana ist wie das Lernen, die Apps auf dem Phone zu schlie\u00dfen.<br>Um dich zu befreien, werde dir der subtilen Empfindungen bewusst, des Feldes der wechselnden Ph\u00e4nomene oder Energie in dir, ohne auf die Gedanken oder Gef\u00fchle, die auftauchen, zu reagieren. Indem wir die Pr\u00e4ferenzen der Egostruktur fallen lassen und uns jenseits von Behagen und Unbehagen begeben.<br>Alles in der \u00e4u\u00dferen Welt weist uns in die falsche Richtung. Die Gesellschaft sagt uns, wir sollen unseren Schmerz bet\u00e4uben und Trost suchen. Der Weg hinein ist der Weg heraus, der Weg heraus ist der Weg hinein. Wir m\u00fcssen uns unserem Schmerz stellen. Wir werden frei von Samskaras, wenn wir eine vollst\u00e4ndige Erfahrung haben. Indem wir sie sp\u00fcren, ohne zu reagieren. Indem wir darin brennen. Wir haben dann eine vollst\u00e4ndige Erfahrung des Gef\u00fchls ohne Emotion.<br>Emotionen sind Reaktionen. Sie sind Gef\u00fchle, die mit Gedanken verwoben sind. Wir geben den denkenden Teil auf und bleiben bei dem puren Gef\u00fchl, der reinen Empfindung. Wie gesagt geht es auf dem Weg der Befreiung nicht darum, sich besser zu f\u00fchlen, sondern darum, besser f\u00fchlen zu k\u00f6nnen. Die vollendetsten Beispiele daf\u00fcr sind Jesus am Kreuz oder Buddhas Meditation, die zu seiner Erleuchtung f\u00fchrte.<br>Es geht darum, seinem gr\u00f6\u00dften Schmerz, seinen gr\u00f6\u00dften \u00c4ngsten direkt ins Gesicht zu blicken, die Konzepte, das Wissen und die Bewertungen von Gut und B\u00f6se loszulassen.<br>Das Erwachen ist nur der erste Schritt in einem beschleunigten Prozess innerer Entwicklung; des Wachsens des inneren Lotus; des Werdens einer lebenden Br\u00fccke; der Reinigung des menschlichen Gef\u00e4\u00dfes, damit das G\u00f6ttliche Bewusstsein darin wohnen kann.<br>Die Energie ist wie der Rosettastein f\u00fcr die spirituellen Praktiken. Wenn du verstehst, wie Energie arbeitet, verstehst du die N\u00fctzlichkeit dieser Praxis. Jede Technik oder Praxis unterbricht das Muster des DU. Du benutzt ein konditioniertes Muster, um konditionierte Muster zu unterbrechen. Du musst die Technik loslassen, wenn sie ihren Zweck erf\u00fcllt hat, sonst erschaffst du daraus nur eine Identit\u00e4t und eine neue spiritualisierte Selbst-Struktur.<br>Um die tieferen Stadien der Meditation zu erreichen, ist es n\u00f6tig, all das loszulassen, was wir \u00fcber Meditation zu wissen glauben. Die alten Begriffe f\u00fcr Meditation \u201eJhana\u201c, \u201eDhyana\u201c, \u201eZen\u201c oder \u201eChan\u201c beziehen sich auf eine Art innerer Aufl\u00f6sung: eine Art meditativer Versenkung; eine Transformation oder innere Reinigung der egoischen Konditionierung.<br>Die alte Bedeutung des Wortes \u201eJhana\u201c ist verwandt mit dem Wort \u201eJhapeti\u201c in Pali und bedeutet \u201everbrennen\u201c. Es ist ein Verbrennen von Verunreinigungen, von S\u00fcnden oder Samskaras. Es ist das Verbrennen der Identifikation mit dem falschen Selbst, ein Verbrennen der T\u00e4uschung, ein Verbrennen aller Pr\u00e4ferenzen, aus denen das Ego besteht, ein Freisetzen und Hervorbringen innerer Energie. Du wirst gelassen mit dem, was ist, hingegeben an das, was ist, aufmerksam auf das, was ist.<br>Das Erwachen zu unserer wahren Natur kann allm\u00e4hlich, stufenweise geschehen wenn die Identifikation mit den verschiedenen Vorg\u00e4ngen im Geist fallen gelassen wird. Oder das Erwachen kann sofort geschehen. Dies wird im Zen \u201eSatori\u201c genannt.<br>Die reinste Lehre wird im Schweigen \u00fcbermittelt, aber so, wie die Welt heutzutage ist, werden das nur wenige verstehen oder in die Quelle des Schweigens hinein gezogen werden.<br>Es gibt eine ber\u00fchmte Lehre von Gautama Buddha, die \u201eBl\u00fctenrede\u201c genannt. Die Rede ist der Ursprung der buddhistischen Meditaton. Man k\u00f6nnte auch sagen, sie ist der Ursprung des Zen. Im Zen geht es um die direkte \u00dcbertragung der Wahrheit. In der Bl\u00fctenrede h\u00e4lt der Buddha einfach eine wei\u00dfe Bl\u00fcte hoch. Er befand sich in unmittelbarer Gegenwart mit der Blume, verweilend in seiner wahren Natur. Das war die ganze Lehre. Anstatt ein langes Satsang zu geben oder mit Worten zu lehren, lie\u00df er einfach seine Sch\u00fcler die ganze Zeit mit der Bl\u00fcte sitzen. Nur einer der Sch\u00fcler empfing die \u00dcbertragung. Nur ein Sch\u00fcler hat es verstanden. Um solch eine subtile \u00dcbertragung zu empfangen, bedarf es eines subtilen Geistes.<br>Die h\u00f6chste Wahrheit wird schweigend \u00fcbertragen. Wie k\u00f6nnen wir diese \u00dcbertragung des Buddhageistes erhalten? Wie k\u00f6nnen wir erhalten, was wir bereits haben, was wir bereits sind?<br>Das Urbewusstsein ist \u00fcberall, wenn wir Augen haben, zu sehen, und nirgendwo im Besonderen. Nach dem Erwachen ist die Wahrheit so einfach zu sehen, dass du daf\u00fcr keinen Verstand brauchst. Der Verstand sucht und sucht. Wenn diese Bewegung aufgegeben wird, wenn diese Bewegung verbrannt ist, bleibt die Wahrheit \u00fcbrig.<br>Du bist bereits das, wonach du suchst, aber du identifizierst dich mit dem falschen Selbst.<br>Nimm die Bl\u00fcte wahr und nimm wahr, wer oder was die Bl\u00fcte beobachtet. Was trennt den Beobachter und das Beobachtete? Meditation oder Jhana hei\u00dft, hier und jetzt pr\u00e4sent zu sein, direkt, ohne mentale Bilder, Ideen oder Konzepte. Wenn das Bewusstsein absolut pr\u00e4sent ist, so dass es kein Wissen mehr gibt, auch nicht im Unbewussten, dann gibt es den Beobachter und das Beobachtete nicht mehr. Es gibt dann keine Beziehung mehr zwischen dir und \u201eIrgendetwas\u201c. Da ist dann keine Bl\u00fcte und ein davon getrennter Beobachter. Es ist der begrenzte Verstand, der Dinge sieht. Die Aktivit\u00e4t des begrenzten Verstandes erschafft die Dinge, das Erleben von Zeit und Raum, die Dualit\u00e4t von Erfahrung und Erfahrendem.<br>Es ist m\u00f6glich, Hier und Jetzt zu einer tiefen Stille jenseits des Verstandes zu erwachen, den Verstand nicht wegzudr\u00e4ngen, sondern ihn genauso zu lassen, wie er ist, jedoch nicht im Verstand gefangen zu sein.<br>Versuche nicht, diese Worte zu analysieren. Dies sind keine Konzepte. Wenn die Gegenw\u00e4rtigkeit sich selbst erkannt hat durch diese Hinweise, lass den Verstand sich nicht daran beteiligen. Sobald du die \u00dcbertragung erhalten hast, schalte dieses Video ab und verweile als Bewusstsein im Bewusstsein.<\/p>\n\n\n\n<p>Schweigen ist die h\u00f6chste Lehre, die reinste Lehre. Die n\u00e4chstbeste Lehre ist, direkt auf das Unergr\u00fcndliche zu deuten. Diese n\u00e4chste Lehre hat im Laufe der Geschichte viele Namen gehabt. Es ist das Hinweisen auf das transzendente Selbst oder das reine Bewusstsein. Im Buddhismus wird es \u201ePrajna Paramita\u201c genannt, was ultimatives Wissen oder perfekte Weisheit bedeutet, die sich vom gew\u00f6hnlichen bzw. konditionierten Wissen unterscheidet. Es ist das, was durch das achte Glied des Yoga realisiert wird, beschrieben von Patanjali. Im Shivaismus k\u00f6nnte man dieses Erwachen als Einssein mit Ishvara oder Shiva beschreiben, welches Namen f\u00fcr das absolute Bewusstsein sind.<br>In den westlichen mystischen Traditionen wurden die Begriffe Henosis oder Apophatismus verwendet, um auf die Einheit mit dem Einen zu verweisen. Plotin sagte, dass das Eine alle Wesen transzendiert, aber unmittelbar in ihnen ist.<br>Im tibetischen Dzogchen ist es als der nat\u00fcrliche, urspr\u00fcngliche Zustand des Seins beschrieben. Dort wird das Wort Rigpa gebraucht, um auf den Grund des Seins zu weisen.<br>Im Sufismus ist es das \u201eGeheimnis der Geheimnisse\u201c, realisiert durch \u201eFana\u201c, was die Ausl\u00f6schung hei\u00dft oder lernen zu sterben bevor du stirbst.<br>Im Mahamudra hei\u00dft es das gro\u00dfe Siegel oder gro\u00dfes Symbol, die Verwirklichung des nat\u00fcrlichen Zustandes; uranf\u00e4ngliches Bewusstsein, Leere, das Absolute, klar und transparent, ohne Wurzel.<br>H\u00f6re diese Worte nicht mit dem Verstand, sondern erkenne in der Tiefe des Bewusstseins das, worauf sie hindeuten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wahrheit, wer oder was du bist; die Wahrheit, die den begrenzten Geist \u00fcbersteigt, kann nicht mit den Mitteln des begrenzten Geistes gesehen werden. Der Ruhepunkt kann nicht mit Mitteln der Bewegung erreicht werden.<br>Wenn du den stillen Punkt jenseits von Denken erkennen willst, lass jedes Interesse an Gedanken und Empfindungen los, alle Vorlieben, alle Ph\u00e4nomene, die vom Geist und den Sinnen erzeugt werden, und ruhe im blo\u00dfen Bewusstsein.<br>Gedanken und Empfindungen sind ein Feld von sich st\u00e4ndig \u00e4ndernden Erscheinungen. Was sich nicht \u00e4ndert, ist das Bewusstsein dieses Feldes von Ver\u00e4nderungen. Wir sind normalerweise so fixiert auf die Objekte im Feld der Ver\u00e4nderungen, dass wir das Bewusstsein ignorieren. Um Samadhi zu verwirklichen, h\u00f6ren wir auf, hinter irgendetwas in diesem Feld des Wandels herzujagen, jedwedem Gedanken, und wir ruhen als Bewusstsein. H\u00f6r auf, auf Gedanken und Gef\u00fchle zu reagieren. Alles Leiden r\u00fchrt daher, dass wir unseren Gedanken Glauben schenken.<br>Nimm die Gewohnheit des Verstandes wahr, jeden Gedanken, jede Empfindung als gut oder schlecht zu bewerten. Wir erlauben jedem Gedanken oder Gef\u00fchl, zu sein, wie sie sind. Wir sto\u00dfen nichts von uns, lassen uns aber auch nicht gefangen nehmen von Gedanken oder uns von ihrem Inhalt fesseln. Auf diese Weise n\u00e4hern wir uns dem Absoluten auf dem negativen Weg, der Via Negativa. Was auch immer auftaucht, erkennen wir als \u201enicht dies, nicht das \u2013 nicht dies, nicht das\u201c. Auf der Via negativa erkennst du, dass alles, was auftaucht, nicht du bist. Du entdeckst, dass du nichts bist; die Weisheit von Nicht-Ich.<br>Auf der Via positiva entdeckst du, dass alles, was auftaucht, DU BIST. Das ist Liebe; eine energetische Verbindung oder Verschmelzung. Beide Wahrheiten existieren zugleich.<br>Form ist exakt Leere, Leere ist exakt Form.<br>Im Zen gibt es folgende Aussage: Am Anfang des Weges sind Berge Berge und Fl\u00fcsse Fl\u00fcsse. Mit einiger Erkenntnis sind Berge nicht mehr Berge, und Fl\u00fcsse nicht mehr Fl\u00fcsse, aber wenn sich die letzte Wahrheit enth\u00fcllt, dann SIND Berge und Fl\u00fcsse. Was hat sich ver\u00e4ndert auf dieser Reise? Der Berg und der Fluss bleiben, was sie immer gewesen sind. Was weggefallen ist, ist deine Vorstellung vom Berg und vom Fluss. Was weggefallen ist, ist der Whirlpool des Verstandes, welcher sich einmischt, der die Illusion einer Trennung zwischen dir und der Welt erschafft.<\/p>\n\n\n\n<p>Samadhi zu verwirklichen bedeutet nicht, einen au\u00dfergew\u00f6hnlichen Zustand zu erreichen. Noch bedeutet er das Verbleiben im gew\u00f6hnlichen Zustand des Verstandes. Nur der begrenzte oder egoische Verstand unterscheidet zwischen gew\u00f6hnlich und ungew\u00f6hnlich.<br>Turiya, der zustandsfreie Zustand, wird manchmal der vierte Zustand genannt. Dies ist die nichtduale Realit\u00e4t. Sie ist transzendent und imminent zugleich. Sie ist der Urgrund der Existenz, der Brunnen aller Wahrheit. Deine Bem\u00fchung, einen bestimmten Zustand zu erreichen, ist eine Bewegung des Verstandes. Den Grund der Existenz zu realisieren hei\u00dft nicht, \u00fcber den physischen Bereich hinauszugehen und im subtilen oder kausalen Bereich zu verweilen. All diese Dimensionen deiner selbst existieren gleichzeitig. Grobstofflich, feinstofflich und kausal existieren hier und jetzt. Es ist nur der begrenzte Verstand selbst, der die Trennung erschafft.<br>Samadhi zu verwirklichen bedeutet nicht, etwas zu erreichen. Es bedeutet, das Interesse an allen Gedanken aufzugeben, w\u00e4hrend du voll wachsam, voll bewusst bleibst, voll wach, ohne zu reagieren, ohne etwas zu tun; ohne den Verstand zu bewegen, ohne Gedanken zu unterdr\u00fccken.<br>Voll bewusst sein, die volle Aufmerksamkeit darauf richten, was geschieht, ohne Einmischung der egoischen Konditionierung, ohne Konzepte, ohne Kontrolle, Manipulation oder Verzerrung, ohne das Filtern durch den Verstand, heisst gegenw\u00e4rtig sein, ohne Pr\u00e4ferenzen. Pr\u00e4sent sein, ohne zu w\u00e4hlen, und deshalb ohne einen W\u00e4hlenden.<br>Du k\u00f6nntest dies einen Spiegel-Geist nennen; einen Anf\u00e4nger-Geist ohne Erinnerung oder Vergangenheit. Einen offenen oder transparenten Geist. Jeder Moment ist neu.<br>Wenn sich der Geist unbewusst bewegt, und sei es eine noch so kleine Bewegung, geschieht dies aufgrund der Filterung durch die Konditionierung der begrenzten Selbst-Struktur. Immer, wenn der Geist sich unbewusst bewegt, geschieht dies aus Unzufriedenheit mit etwas, was in den alten Traditionen Dukkha genannt wird. Wie kann ich Dukkha loslassen? Wie kann ich alle Unzufriedenheit loslassen? H\u00f6re gut zu! F\u00fcr den begrenzten Verstand gibt es da einen Widerspruch. Der begrenzte egoische Verstand h\u00f6rt die Frage und will nun wissen, was zu tun ist, aber der begrenzte Verstand kann es nicht tun. Der begrenzte Verstand wird immer scheitern bei allen Versuchen, Samadhi zu realisieren. Er muss scheitern.<br>Der begrenzte Verstand kann nicht erwachen.<br>Das urspr\u00fcngliche Bewusstsein erwacht aus seiner Identifikation mit dem begrenzten Denken.<br>Das begrenzte Denken wird bei jedem Versuch, Stille zu erfahren, scheitern, denn es ist die Bewegung.<br>Der Verstand selbst IST Bewegung, und diese Bewegung kreiert die Erfahrung von Zeit und Raum, erschafft die Trennung. Das ist ein endloser Prozess des Machens.<br>Auf dem weglosen Weg erwachen wir von der Identifikation mit der Person, die macht, und erkennen die Dimension des Seins.<br>In Samadhi entf\u00e4llt die Trennung zwischen Tun und Sein. Die Trennung ist einfach ein weiterer Gedankenprozess. Wenn es kein Denken innerhalb der konditionierten Egostruktur gibt, gibt es auch kein Problem.<br>Das Du, das du denkst zu sein, ist ein Prozess; eine dauernde Bewegung von egoischen Gedanken; eine Ansammlung von Mustern und Vorlieben. Dieses DU muss sterben. Die krankhaften Muster des DU m\u00fcssen aufh\u00f6ren, um Samadhi zu realisieren. Lass dies einsinken.<br>Asatoma Sat Gamaya (Sanskrit): \u201eF\u00fchre mich von der Unwahrheit zur Wahrheit.\u201c Tamaso Ma Jyotir Gamaya: \u201eF\u00fchre mich von der Dunkelheit ins Licht.\u201c<br>Zu erwachen hei\u00dft, die Natur des menschlichen Leidens, des menschlichen Zustandes zu sehen. Es ist das Erkennen dessen, WER oder WAS leidet.<br>Es gibt keine Technik, um das urspr\u00fcngliche Bewusstsein zu verwirklichen. Keinen Prozess, der erlernt werden kann. Kein Schema, das ge\u00fcbt werden kann.<br>Worauf ich hinaus m\u00f6chte, kann in einem Augenblick, blitzschnell, erfahren werden. Es ist gerade das Fallenlassen aller Formeln, allen Wissens und allen Tuns, aller egoischen Pl\u00e4ne, das die besten Bedingungen f\u00fcr das Erwachen des Urbewusstseins schafft.<br>Wenn ich versuche, dir zu sagen, wie du bewusst sein kannst, dann w\u00fcrdest du auf meine Worte achten oder tun, was ich dir gesagt habe, anstatt dir dessen bewusst zu sein, was gerade in diesem Moment geschieht. Du musst dir dessen, was ist, so bewusst werden, so vertraut mit dem Dasein, dass darin keine Vorlieben, kein Selbst oder Ich Platz haben. Du lebst oder l\u00e4sst das Bewusstsein in dem aufgehen, was geschieht. Wenn die egoische Aktivit\u00e4t eingestellt wird, wirst du das, was auftaucht. Eigentlich ist das nicht wahr. Richtiger ist, dass die Illusion der Trennung wegf\u00e4llt. Die Wahrheit ist, dass wir tats\u00e4chlich niemals abgetrennt waren.<br>Spirituelle Lehrer haben f\u00fcr das Erreichen von Samadhi die Anweisung gegeben \u201eLass den Geist still werden und erkenne\u201c. Sei still, unbewegt, und erkenne das wahre Selbst, das Urbewusstsein jenseits von Name und Form. Sei still und erkenne, dass du Gott bist, das wahre Selbst, die Buddha-Natur.<br>Was genau meinen sie? Was ist das, was still wird?<br>Selbstverst\u00e4ndlich kann niemandes physischer K\u00f6rper absolut still werden, solange er in Zeit und Raum existiert, weil Zeit und Raum selbst Bewegung sind. Zeit und Raum sind Geist. Das Universum ist der gro\u00dfe Geist oder Logos. Das erste hermetische Prinzip lautet: \u201eAlles beginnt im Geist, das Universum ist Geist.\u201c Wenn das Universum Geist ist und Geist Bewegung ist, wie kann ich dann still sein und erkennen? Wie kannst du still sein auf einer Kugel, die sich mit 1000 Meilen pro Stunde um ihre Achse dreht, sich mit 67 000 Meilen pro Stunde um die Sonne dreht, sich mit 500 000 Meilen pro Stunde um die Galaxie und noch millionenmal schneller durch das Universum bewegt? Unser Herz schl\u00e4gt, die Zellen bewegen sich im Innern, Nahrung wird verdaut, das Gehirn erzeugt Hirnwellen. Dein Blut pulsiert, die Energie bewegt sich. Wie kannst du still, unbewegt, sein? Wenn die spirituellen Lehrer sagen \u201eSei still und erkenne\u201c, m\u00fcssen sie \u00fcber etwas anderes sprechen, etwas jenseits von Zeit und Raum, etwas jenseits von k\u00f6rperlich und geistig.<br>F\u00fcr das, was mit dieser Stille gemeint ist, gibt es kein Wort in der modernen Sprache. Im Sanskrit, der Sprache der Yogis, gibt es genauere Bezeichnungen f\u00fcr die Nondualit\u00e4t. Das Wort \u201eShunyata\u201c wird oft mit Leere, Stille oder Leerheit \u00fcbersetzt. Stille ist vielleicht das Wort, das dem am n\u00e4chsten kommt, ist jedoch unzul\u00e4nglich, um etwas zu beschreiben, das nicht von dieser dualistischen Welt ist. Was tats\u00e4chlich realisiert wird, ist das Urbewusstsein jenseits von Stille und Bewegung. Jenseits von Zeit. Es ist ewig, der Urgrund unseres Seins, die essentielle Natur der Wirklichkeit, die sich nie \u00e4ndert. Tats\u00e4chlich ist es (das Urbewusstsein) jenseits von Wechsel und Nicht-Wechsel. Wenn unsere wahre Natur verwirklicht ist, wird offensichtlich, dass Stille und L\u00e4rm eine vom Geist erschaffene Dualit\u00e4t ist.<br>Unbewegtheit\/Stille und Bewegung sind vom Geist erschaffene Gegens\u00e4tze. Alles ist schon enthalten in der uranf\u00e4nglichen Stille. Die Bewegung der Welt ist identisch mit Unbewegtsein. Sei still und erkenne, sei in Bewegung und erkenne. Alles ist tanzende Leere. Das ist nicht eine philosophische Aussage, sondern eine v\u00f6llig andere Art, sich mit der Welt zu verbinden. Eigentlich geht es sogar um das Fallenlassen der Verbindung. Das Fallenlassen des reduzierenden Ventils, welches unsere Selbststruktur ist, und unsere wahre Natur zu erfahren, unbeeinflusst vom limitierten Denken. Die sogenannte \u00e4u\u00dfere Welt wird transzendiert im Erkennen der Stille, die wenn sie erkannt ist, das miteinschlie\u00dft, was sie transzendiert.<br>Wenn du denkst, du hast Samadhi verstanden, wenn du diesen Film gesehen hast, hast du verpasst, was gesagt wurde. Das w\u00e4re wie das Verwechseln der Speisekarte mit dem Mahl. Um die Wahrheit zu schmecken bedarf es wahrhaftiger Bereitschaft, die Muster der Selbststrukur, die du f\u00fcr DICH h\u00e4ltst, anzuschauen. Es erfordert tiefes Graben, einen tiefen Eingriff im Verstand und die Befreiung von Samskaras. Ein gr\u00fcndliches Demontieren, eine tiefgreifende Entmachtung der Selbststruktur. F\u00fcr die Verwirklichung von Samadhi unterwirfst du dich der Sehnsucht der Seele nach Einheit. Du musst mehr als irgendetwas sonst in der Matrix des Geistes die Eine Quelle verwirklichen wollen \u2013 mehr als irgendetwas in der \u00e4u\u00dferen Welt. Das Verfolgen \u00e4u\u00dferlicher Ziele wird hohl und bedeutungslos erscheinen. Wahre Meditation, wahre Selbsterforschung bedeutet, ins Jetzt zu kommen, in dem alle Erfahrung stattfindet. Alles wird offenbar. Alles entsteht und vergeht in einem Feld von Gleichmut und Liebe.<br>Bis das Ewige realisiert ist, musst du flei\u00dfig und ausdauernd arbeiten, mit ganzem Herzen, mit Demut, deine Muster, deine Vorlieben, deine Konditionierung verbrennen. Du kannst Erwachen nicht durch das Einsetzen des Verstandes erreichen. Es scheint sich zuf\u00e4llig zu ereignen, aber durch das \u00dcben von Pr\u00e4senz k\u00f6nnen wir uns bereit f\u00fcr den Zufall machen.<br>Die letzten Worte von Sokrates, bevor er hingerichtet wurde, waren eine Warnung an die Welt. Er sagte, dass wir \u00c4sculap viel schulden. Bezahle und vergiss sie nicht. \u00c4sculap war der Gott der Heilung, und dir ist vielleicht der \u00c4sculapstab bekannt, ein Stab, der umwunden ist von einer Schlange. Er repr\u00e4sentiert die Heilenergie; innere Energie, die lebendig, frei von Konditionierung ist, frei, sich gem\u00e4\u00df ihrer eigenen Intelligenz zu bewegen, im Gegensatz zur Energie des dualistischen Geistes. In den Jahrhunderten vor Chr. war das \u00c4sculapsymbol in einige der ersten massengefertigten Geldm\u00fcnzen im alten Griechenland und Rom eingraviert und hat sich in das heutige Dollarzeichen verwandelt. Es ist eine alte Mahnung, versteckt in aller Sichtbarkeit. Eine Erinnerung daran, dass der Austausch von Geld ein Austausch von Energie ist. Das Christusbewusstsein oder die Buddhanatur wird vom weiblichen Prinzip unterst\u00fctzt, von der Gro\u00dfen Mutter, von den Nagas und der Weisheit der Schlange. Diese Weisheit lehrt uns, den inneren Tempel zu reinigen, uns zu l\u00e4utern vom Ego. Das weibliche Prinzip hatte zahllose Namen im Verlauf der Geschichte: Gaia, Shakti, Sophia, Logos, Mahalakshmi, Parvati, Durga, Isis, Maria, die Spirale des Lebens. Diese lebendige Energie des H\u00f6heren Selbst ist die eingeborene Intelligenz des Universums. Diese Naturweisheit wurde im Verlauf der vergangenen Jahrtausende systematisch unterdr\u00fcckt, d\u00e4monisiert, ausgenutzt und kontrolliert.<br>Um die Energie aus den unbewussten Definitionen, die wir benutzen, zu befreien, m\u00fcssen wir die Knoten l\u00f6sen, die unsere Identifikation mit der Egostruktur erschaffen. Aufh\u00f6ren, uns an Komfort zu klammern, aufh\u00f6ren mit dem Wissenm\u00fcssen.<br>Gerade jetzt, zu dieser Zeit in der Geschichte, zu dieser Zeit in dir selbst, wird die Schuld, von der Sokrates spricht, sowohl individuell als auch kollektiv f\u00e4llig. Es gibt nur eine W\u00e4hrung, mit der du die Schuld begleichen kannst. Du musst mit dir selbst bezahlen.<br>Wenn wir unsere innere Energie, unsere innere Lebendigkeit aus dem Gef\u00e4ngnis der pathologischen Denkstrukturen befreien, ist sie frei, um uns mit den h\u00f6heren Ebenen des Geistes zu verbinden. Energie ist, was uns alle verbindet. Ein anderer Name f\u00fcr diese Energie ist Liebe. Alle wahren spirituellen Meister sagen, dass Liebe die wahre Religion ist. Liebe ist die Religion der Zukunft. Sie kann nicht institutionalisiert, systematisiert oder konditioniert werden. Liebe ist nicht von der Realisierung des einen Urbewusstseins zu trennen. Liebe ist, DAMIT EINS ZU SEIN.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Brise der Morgend\u00e4mmerung kann dir Geheimnisse erz\u00e4hlen<br>Schlafe nicht wieder ein<br>Du musst um das bitten, was du wirklich willst<br>Schlafe nicht wieder ein<br>Die Menschen bewegen sich auf der T\u00fcrschwelle, wo die zwei Welten sich ber\u00fchren, hin und her<br>Die T\u00fcr ist rund und offen \u2026<br>Schlafe nicht wieder ein<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Samadhi Teil 3 \u201eDer weglose Pfad\u201c Respektvoll m\u00f6chte ich dich daran erinnern:Leben und Tod sind von h\u00f6chster Wichtigkeit.Die Zeit vergeht schnell\u2026 und die Gelegenheit ist verpasst.Jeder von uns sollte danach streben, zu erwachen.Wach auf!Sei achtsam!Vergeude nicht dein Leben. 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