Samadhi 2 – Es ist nicht, was du denkst

Samadhi Film, Teil 2

Das ist nicht, was du denkst

Die größten spirituellen Lehrer der Welt von der Antike bis zur Neuzeit waren sich einig, dass die tiefste Wahrheit unseres Seins nicht das Eigentum einer bestimmten Religion oder spirituellen Tradition ist, sondern im Herzen eines jeden Menschen zu finden ist. Der Dichter Rumi sagte: “Wo ist dieser Mond, der nie aufgeht oder untergeht? Wo ist diese Seele, die weder mit uns noch ohne uns ist? Sag nicht, sie ist hier oder da.“.

Alles Erschaffene ist “Das”, vorausgesetzt, man hat Augen, die es sehen können. In der Geschichte vom Turmbau zu Babel zerfiel die Menschheit in unzählige Sprachen, Glaubensrichtungen, Kulturen und Interessen. Babel bedeutet buchstäblich “das Tor Gottes”. Das Tor ist unser Denken geist – unsere konditioniert-Strukturen. Diejenigen, die ihre wahre natur, ihr Wesen jenseits von Name und Form, erkennen, werden in das große Geheimnis dessen eingeweiht, was jenseits des Tors liegt.

Eine alte Parabel, die Elefanten-Parabel, wird oft verwendet, um zu beschreiben, wie verschiedene Traditionen eigentlich alle auf eine große Wahrheit hinweisen. Eine Gruppe blinder Menschen berührt jeweils einen anderen Teil eines Elefanten und gewinnt so einen bestimmten Eindruck davon, was ein Elefant ist. Die Person, die am Bein des Elefanten steht, beschreibt den Elefanten als einen Baum. Die Person am Schwanz sagt, der Elefant ist wie ein Seil. Der Elefant ist wie ein Speer, sagt diejenige, die am Stoßzahn steht. Wenn man das Ohr berührt, scheint der Elefant wie ein Fächer zu sein. Die Person, die die Flanke berührt, ist felsenfest davon überzeugt, dass der Elefant wie eine Mauer ist. Das Problem ist, dass wir unser Stück des Elefanten berühren und glauben, unsere Erfahrung sei die einzige Wahrheit. Wir erkennen nicht an oder schätzen nicht, dass die Erfahrung jedes Einzelnen nur eine andere Facette desselben Tieres ist. Die philosophia perennis ist das Verständnis, dass alle spirituellen und religiösen Traditionen eine einzige universelle Wahrheit teilen. Eine mystische oder transzendente Realität, auf deren Fundament jedes spirituelle Wissen und jede Doktrin gewachsen ist.

Swami Vivekananda fasste die ewige Lehre treffend zusammen, als er sagte: “Das Ziel aller Religionen ist die Verwirklichung Gottes in der Seele. Das ist die eine universelle Religion.” Wenn wir in diesem Film das Wort Gott verwenden, ist das einfach eine Metapher für das Transzendente, die auf das große Geheimnis jenseits der begrenzten egoischer geist verweist. Das wahre oder immanente Selbst zu verwirklichen bedeutet, seine göttliche Natur zu erkennen. Jede Seele hat das Potenzial, eine neue, höhere Ebene von bewusstsein zu manifestieren. Aus ihrem Schlummer und ihrer Identifikation mit der Form zu erwachen Der Schriftsteller und Visionär Aldous Huxley, bekannt für sein Buch “Schöne neue Welt”, schrieb auch ein Werk mit dem Titel “Die ewige Philosophie”, in dem er über die eine Lehre schreibt, die im Laufe der Geschichte immer wieder auftaucht und die Form der Kultur annimmt, in der sie verwirklicht wird. Er schreibt: “Die ewige Philosophie kommt in der Sanskrit-Formel “Tat Tvam Asi” am prägnantesten zum Ausdruck: “Das bist du.” Das Atman oder das immanente ewige Selbst ist eins mit Brahman, dem absoluten Prinzip allen Seins, und das letzte Ziel eines jeden Menschen ist es, diese Tatsache selbst zu entdecken.

Um herauszufinden, wer er oder sie wirklich ist. Jede Tradition ist wie der Facettenschliff eines Juwels, der eine einzigartige Perspektive derselben Wahrheit widerspiegelt und sich gleichzeitig gegenseitig widerscheint und beleuchtet. Unabhängig von der verwendeten Sprache und dem konzeptuellen Rahmen haben alle Religionen, die die ewige Lehre widerspiegeln, die Vorstellung, dass es eine Vereinigung mit etwas Größerem gibt, etwas, das über uns hinausgeht. Es ist möglich, von den Lehren aus einer oder vielen Quellen zu lernen und sie zu integrieren, ohne ein Selbstgefühl mit ihnen zu identifizieren. Es heißt, dass alle wahren spirituellen Lehren einfach Finger sind, die auf die transzendente Wahrheit zeigen. Wenn wir aus Trost an dem Dogma der Lehre festhalten, wird unsere spirituelle Entwicklung verkümmern. Die Verwirklichung von Wahrheit jenseits jeglichen Konzepts bedeutet, jedes Festhalten und jede Anhaftung loszulassen und alle religiösen Konzepte loszulassen. Aus der Perspektive des Egos zeigt der Finger, der auf Samadhi zeigt, direkt in den Abgrund. Der heilige Johannes vom Kreuz sagte: “Wer sicher sein will auf dem Weg, den er geht, muss die Augen schließen und im Dunkeln gehen.”

Samadhi beginnt mit einem Sprung ins Unbekannte. In den alten Traditionen hieß es, dass man, um Samadhi zu verwirklichen, sich letztendlich bewusstsein von allen bekannten Objekten abwenden müsse – von allen äußeren Phänomenen, konditioniert Gedanken und Empfindungen – hin zu bewusstsein selbst. Hin zur inneren Quelle; zum Herzen oder zum Wesen des eigenen Seins. Wenn wir in diesem Film das Wort Samadhi verwenden, verweisen wir damit auf das Transzendente. Auf das höchste Samadhi, das als Nirvikalpa Samadhi bezeichnet wurde. In Nirvikalpa Samadhi kommt es zu einem Aufhören der Selbstaktivität, aller suchen und des Tuns. Wir können nur darüber sprechen, was abfällt, wenn wir uns ihm nähern, und was wieder erscheint, wenn wir von ihm zurückkehren. Es gibt weder Wahrnehmung noch Nicht-Wahrnehmung, weder “Ding” noch “kein Ding”, weder bewusstsein noch unbewusstsein. Es ist absolut, unergründlich und für das geist undurchschaubar. Wenn das selbst zur Aktivität zurückkehrt, gibt es ein Nichtwissen; eine Art Wiedergeburt, und alles wird wieder neu. Uns bleibt der Duft des Göttlichen, der umso länger nachklingt, je weiter man sich auf dem Weg entwickelt.

In den alten Traditionen werden zahlreiche Arten von Samadhi beschrieben, und die Sprache hat im Laufe der Jahre für viel Verwirrung gesorgt. Wir haben uns dafür entschieden, den Begriff Samadhi zu verwenden, um die transzendente Vereinigung zu bezeichnen, hätten aber genauso gut ein Wort aus einer anderen Tradition wählen können. Samadhi ist ein alter Sanskrit-Begriff, der in den vedischen Yoga- und Samkhya-Traditionen Indiens verbreitet ist und viele andere spirituelle Traditionen durchdrungen hat. Samadhi ist das achte Glied von Patanjalis acht Gliedern des Yoga und der achte Teil des Edlen Achtfachen Pfades des Buddha. Der Buddha verwendete den Begriff “Nirvana”, das Aufhören von “vana” oder das Aufhören der Selbstaktivität. Patanjali beschrieb Yoga oder Samadhi als “chitta vritti nirodha”, was im Sanskrit “das Aufhören des Strudels oder der Spirale von geist” bedeutet. Es ist eine Entflechtung von bewusstsein aus der gesamten Matrix oder Kreatrix von geist. Samadhi steht für kein Konzept, denn um es zu verwirklichen, muss man das konzeptuelle geist loslassen.

Verschiedene Religionen haben unterschiedliche Begriffe verwendet, um die göttliche Vereinigung zu beschreiben. Tatsächlich bedeutet schon das Wort “Religion” selbst etwas Ähnliches. Im Lateinischen bedeutet „religare“, wieder zu verbinden oder wieder anzuknüpfen. Das entspricht in etwa der Bedeutung des Wortes „Yoga“, das „verbinden“ bedeutet – das Weltliche mit dem Transzendenten zu vereinen. Im Islam spiegelt sich dies in der alten arabischen Bedeutung des Wortes „Islam“ selbst wider, das „Unterwerfung“ oder „Anflehen Gottes“ bedeutet. Es steht für eine völlige Demut oder Hingabe des ich-struktur.

Christliche Mystiker wie der heilige Franziskus von Assisi, die heilige Teresa von Ávila und der heilige Johannes vom Kreuz beschreiben eine göttliche Vereinigung mit Gott, das Reich Gottes im Inneren. Im Thomasevangelium sagte Christus: “Das Königreich ist weder hier noch da. Vielmehr ist das Königreich des Vaters über die Erde ausgebreitet, und die Menschen sehen es nicht.” Die Werke der griechischen Philosophen Platon, Plotin, Parmenides und Heraklit weisen, wenn man sie durch die Brille der philosophischen Ursprungslehre betrachtet, auf dieselbe Weisheit hin. Plotin lehrt, dass das größte menschliche Bestreben darin besteht, die menschliche Seele zum höchsten Zustand der Vollkommenheit und der Vereinigung mit dem Einen zu führen.

Der Lakota-Heiliger und spirituelle Führer Black Elk sagte: “Der erste Friede, der der wichtigste ist, ist der, der in die Seelen der Menschen einzieht, wenn sie ihre Verbundenheit, ihre Einssein mit dem Universum und all seinen Kräften erkennen. Und wenn sie erkennen, dass im Zentrum des Universums der Große Geist wohnt und dass dieses Zentrum in Wirklichkeit überall ist. Es ist in jedem von uns.“.

Auf dem Weg zur Erleuchtung gibt es, solange wir uns nicht im Samadhi befinden, immer zwei Polaritäten, zwei Türen, durch die man eintreten kann. Zwei Dimensionen: eine in Richtung reines Bewusstsein, die andere in Richtung der phänomenalen Welt. Die aufwärts gerichtete Strömung zum Absoluten und die abwärts gerichtete Strömung zu Maya und allem, was manifest ist, sowohl sichtbar als auch unsichtbar.

Die Beziehung zwischen dem Relativen und dem Absoluten lässt sich mit dem folgenden Zitat von Sri Nisargadatta Maharaj zusammenfassen: “Weisheit ist das Wissen, dass ich nichts bin, Liebe ist das Wissen, dass ich alles bin, und zwischen diesen beiden bewegt sich mein Leben.” Was aus dieser Vereinigung entsteht, ist ein neues göttliches bewusstsein. Etwas entsteht aus der Verbindung dieser Polaritäten oder dem Zusammenbruch dualistischer Identifikation, doch das, was entsteht, ist kein Ding und wurde nie geboren. Bewusstsein erblüht und schafft etwas Neues, schafft das, was man eine ewige Dreifaltigkeit nennen könnte. Gott der Vater, das Transzendente, Unerkennbare und Unveränderliche, ist vereint mit dem Göttlich-Weiblichen, das alles ist, was sich verändert. Diese Vereinigung bewirkt eine alchemistische Transformation; eine Art Tod und Wiedergeburt.

In den vedischen Lehren wird die göttliche Vereinigung durch zwei grundlegende Kräfte dargestellt, Shiva und Shakti. Die Namen und Gesichter der verschiedenen Götter verändern sich im Laufe der Geschichte, aber ihre grundlegenden Eigenschaften bleiben erhalten. Was aus dieser Vereinigung hervorgeht, ist ein neues göttliches bewusstsein, eine neue Art des Seins in der Welt. Zwei Polaritäten, die untrennbar eins sind. Eine universelle Energie, die kein Zentrum und keine Grenzen kennt. Sie ist pure Liebe. Es gibt nichts zu gewinnen oder zu verlieren, denn sie ist völlig leer und doch absolut voll.

Egal ob es um die Geheimschulen Mesopotamiens, die spirituellen Traditionen der Babylonier und Assyrer, die Religionen des alten Ägyptens, die nubischen und kemetischen Kulturen des alten Afrikas, die schamanischen und indigenen Traditionen rund um den Globus, die Mystik des alten Griechenlands, die Gnostiker, die Non-Dualisten, die Buddhisten, die Taoisten, Juden, Zoroastrier, Jainas, Muslime oder Christen geht: Man stellt fest, dass ihre Gemeinsamkeit darin besteht, dass ihre höchsten spirituellen Einsichten ihren Anhängern ermöglicht haben, Samadhi zu erkennen.

Das eigentliche Wort Samadhi bedeutet so viel wie das Erkennen der Gleichheit oder Einheit in allen Dingen. Es bedeutet Vereinigung. Es bedeutet, alle Aspekte deines Selbst zu vereinen. Aber verwechsle intellektuelles Verstehen nicht mit der tatsächlichen Verwirklichung von Samadhi. Es ist dein stille, deine Leere, die alle Ebenen der Spirale des Lebens vereint. Durch die alte Lehre von Samadhi kann die Menschheit beginnen, den gemeinsamen Ursprung aller Religionen zu verstehen und sich wieder in Einklang mit der Spirale des Lebens, dem Großen Geist, dem Dhamma oder dem Tao zu bringen.

Die Spirale ist die Brücke, die sich vom Mikrokosmos zum Makrokosmos erstreckt. Von deiner DNA über den inneren Lotus der Energie, der sich durch die Chakren zieht, bis hin zu den Spiralarmen der Galaxien. Jede Ebene der Seele drückt sich durch die Spirale als sich ständig weiterentwickelnde Zweige aus – lebendig, forschend. Wahres Samadhi bedeutet, die Leere aller Ebenen des Selbst zu erkennen. Aller Hüllen der Seele. Die Spirale ist das endlose Spiel der Dualität und der Kreislauf von Leben und Tod. Manchmal vergessen wir unsere Verbindung zur Quelle. Die Linse, durch die wir blicken, ist sehr klein, und wir identifizieren uns damit, ein begrenztes Wesen zu sein, das auf der Erde umherkriecht, nur um schließlich wieder die Reise zurück zur Quelle zu vollenden; zum Zentrum, das überall ist.

Chuang Tzu sagte: “Wenn es keine Trennung mehr zwischen diesem und jenem gibt, nennt man das den stillen Punkt des Tao. An diesem stillen Punkt im Zentrum der Spirale kann man das Unendliche in allen Dingen erkennen.” Das alte Mantra “Om Mani Padme Hum” hat eine poetische Bedeutung. Man erweckt oder erkennt das Juwel im Lotus. Dein wahre natur erwacht in der Seele, in der Welt – ALS die Welt. Mit dem hermetischen Prinzip “Wie oben, so unten; wie unten, so oben” können wir Analogien nutzen, um die Beziehung zwischen geist und stille – dem Relativen und dem Absoluten – zu verstehen.

Ein Weg, um die nicht-konzeptuelle Natur von Samadhi zu verstehen, ist die Analogie des Schwarzen Lochs. Ein Schwarzes Loch wird traditionell als Raumregion mit einem massiven Gravitationsfeld beschrieben, das so stark ist, dass weder Licht noch Materie entkommen können. Neue Theorien stellen die Hypothese auf, dass alle Objekte, von den kleinsten mikroskopischen Teilchen bis hin zu makrokosmischen Formationen wie Galaxien, ein Schwarzes Loch oder eine geheimnisvolle Singularität in ihrem Zentrum haben. In dieser Analogie verwenden wir diese neue Definition eines Schwarzen Lochs als “das Zentrum, das überall ist”. In Zen gibt es viele Gedichte und Koans, die uns dem torlosen Tor von Angesicht zu Angesicht gegenüberstellen. Man muss das torlose Tor passieren, um Samadhi zu verwirklichen.

Ein Ereignishorizont ist eine Grenze in der Raumzeit, jenseits derer Ereignisse keinen Einfluss mehr auf einen Außenstehenden haben können; das bedeutet, dass alles, was jenseits des Ereignishorizonts geschieht, für dich unerkennbar ist. Man könnte sagen, dass der Ereignishorizont eines Schwarzen Lochs analog zum “torlosen Tor” ist. Er ist die Schwelle zwischen das selbst und nicht-selbst. Es gibt kein „Ich“, das den Ereignishorizont überschreitet. Im Zentrum eines Schwarzen Lochs befindet sich die eindimensionale Singularität, die die Masse von Milliarden Sonnen auf unvorstellbar kleinem Raum enthält. Praktisch eine unendliche Masse. Buchstäblich ein Universum in etwas, das unendlich viel kleiner ist als ein Sandkorn. Die Singularität ist etwas Unfassbares jenseits von Zeit und Raum. Nach den Gesetzen der Physik ist Bewegung unmöglich, die Existenz von Dingen ist unmöglich.

Was auch immer es ist, es gehört nicht zur Welt der Wahrnehmung, und doch lässt es sich nicht einfach als stille beschreiben. Es liegt jenseits von stille und Bewegung. Wenn du das Zentrum erkennst, das überall und nirgends ist, löst sich die Dualität auf – Form und Leere, Zeit und Zeitlosigkeit. Man könnte es als dynamisches stille oder als bedeutungsvolle Leere bezeichnen, im Zentrum der absoluten Dunkelheit. Der taoistische Lehrer Lao Tse sagte: “Dunkelheit in der Dunkelheit – das Tor zu allem Verständnis.” Der Schriftsteller und vergleichende Mythologe Joseph Campbell beschreibt ein wiederkehrendes Symbol, das Teil der immerwährenden Philosophie ist, die er „Axis Mundi“ nennt: den zentralen Punkt oder den höchsten Berg. Den Pol, um den sich alles dreht. Den Punkt, an dem stille und Bewegung zusammenkommen. Aus diesem Zentrum heraus entsteht ein mächtiger, blühender Baum.

Ein Bodhi-Baum, der alle Welten verbindet. So wie eine Sonne in ein Schwarzes Loch gesaugt wird, beginnt sich dein Leben um die große Wirklichkeit zu drehen und du beginnst zu verschwinden, wenn du dich ihr näherst. Wenn du dich dem immanenten Selbst näherst, kann das für die Ego-Struktur erschreckend sein. Die Wächter des Tores sind da, um diejenigen auf ihrer Reise auf die Probe zu stellen. Man muss bereit sein, sich seinen größten Ängsten zu stellen und gleichzeitig die eigene innewohnende Kraft anzunehmen. Um Licht in die unbewussten Schrecken und die verborgene Schönheit im Inneren zu bringen. Wenn dein geist nicht bewegt wird, wenn stattdessen nicht-selbst reagiert, dann entstehen und vergehen alle vom Unbewussten hervorgebrachten Phänomene. Dies ist der Punkt auf der spirituellen Reise, an dem der Glaube am dringendsten gebraucht wird.

Was meinen wir mit Glaube? Glaube ist nicht dasselbe wie Überzeugung. Überzeugung bedeutet, etwas auf der Ebene von geist zu akzeptieren, um Trost und Sicherheit zu finden. Überzeugung ist die Art und Weise von geist, Erfahrung zu benennen oder zu kontrollieren. Glaube ist eigentlich das Gegenteil. Glaube bedeutet, in dem Zustand des völligen Nichtwissens zu verweilen und alles anzunehmen, was aus dem Unbewussten auftaucht. Glaube ist die Hingabe an den Zug der Singularität, an das Auflösen oder Abbauen von das selbst, um durch das torlose Tor zu gehen. Die Entwicklung und Struktur einer Galaxie ist eng mit der Größe ihres schwarzen Lochs verknüpft, genau wie deine Entwicklung mit der Anwesenheit des immanenten Selbst verbunden ist, der Singularität, die dein wahre natur ist.

Wir können das Schwarze Loch nicht sehen, aber wir können etwas über es erfahren, indem wir beobachten, wie sich Dinge um es herum bewegen und wie es mit der physikalischen Realität interagiert. Genauso können wir unser wahre natur nicht sehen. Das immanente Selbst ist kein Ding, aber wir können erleuchtetes Handeln beobachten. Wie der Zen-Meister Suzuki sagte: “Streng genommen gibt es keine erleuchteten Menschen. Es gibt nur erleuchtetes Handeln.” Wir können es nicht sehen, genauso wenig wie das Auge sich selbst sehen kann. Wir können es nicht sehen, weil es das ist, wodurch das Sehen überhaupt möglich ist. Wie das Schwarze Loch ist Samadhi weder das Nichts, noch ist es ein Ding. Es ist der Zusammenbruch der Dualität von Ding und Nicht-Ding. Es gibt kein Tor, durch das man in die große Realität eintreten könnte, aber es gibt unendlich viele Wege.

Die Pfade des Dharma sind wie eine endlose Spirale ohne Anfang und ohne Ende. Niemand kann das torlose Tor passieren. Niemandes geist hat jemals herausgefunden, wie das geht, und niemand wird es jemals herausfinden. Niemand kann das torlose Tor passieren, also sei niemand. Samadhi ist der weglose weg, der goldene Schlüssel. Es ist das Ende unserer Identifikation mit den ich-strukturs, die unsere innere und äußere Welt voneinander trennen. Es gibt viele Entwicklungsmodelle, die die Schichten oder Ebenen des ich-struktur beschreiben. Wir werden ein Beispiel verwenden, das sehr alt ist. In den Upanishaden werden die Hüllen, die das Atman oder die Seele umgeben, Koshas genannt. Jede Kosha ist wie ein Spiegel. Eine Schicht des ich-struktur; ein Schleier oder eine Ebene des maya, die uns davon ablenkt, unser wahre natur zu erkennen, wenn wir uns damit identifizieren.

Die meisten Menschen sehen die Spiegelbilder und glauben, dass sie genau das sind. Ein Spiegel reflektiert die tierische Ebene, den physischen Körper. Ein anderer Spiegel reflektiert dein geist, deine Gedanken, deine Instinkte und Wahrnehmungen. Ein weiterer spiegelt deine innere Energie oder prana wider, die du beobachten kannst, wenn du dich nach innen wendest. Ein weiterer Spiegel reflektiert die Ebene des Imaginalen, also die höhere geist- oder Weisheitsschicht, und es gibt Schichten transzendentaler oder nicht-dualer Glückseligkeit, die man erlebt, wenn man sich Samadhi nähert. Es gibt potenziell unzählige Spiegel oder Aspekte des Selbst, die man unterscheiden kann, und sie verändern sich ständig.

Die meisten Menschen müssen die pranischen, höheren geist- und nicht-dualen Glückseligkeitsebenen erst noch entdecken. Sie wissen nicht einmal, dass es sie gibt. Diese Ebenen prägen dein Leben, aber du siehst sie nicht. Die verborgenen Spiegel prägen unser Leben tatsächlich stärker als die sichtbaren. Sie sind unsichtbar, weil sie für die meisten Menschen nicht vollständig von bewusstsein erhellt werden. Wie Indras Juwelennetz spiegeln sich alle Spiegel gegenseitig wider, und die Spiegelbilder reflektieren jedes andere Spiegelbild unendlich oft. Eine Veränderung auf einer Ebene wirkt sich gleichzeitig auf alle Ebenen aus. Einige dieser Spiegel bleiben möglicherweise im Schatten, es sei denn, wir haben das Glück, einen kompetenten Begleiter zu haben, der uns hilft, Licht auf sie zu werfen.

Die Wahrheit ist: Wir wissen nicht, was wir nicht wissen. Stell dir nun vor, du zerschlägst alle Spiegel. Es gibt nichts mehr, das dich zu dir selbst zurückwirft. Wo bist du? Wenn das geist still wird, hören die Spiegel auf zu reflektieren. Es gibt kein Subjekt und kein Objekt mehr. Aber verwechsle den Urzustand nicht mit Nichtigkeit oder Vergessen. Das immanente Selbst ist kein Etwas, aber es ist auch kein Nichts. Die Quelle ist kein Ding, sie ist Leere oder stille selbst. Es ist eine Leere, die die Quelle aller Dinge ist. Form wird als genau diese Leere erkannt, Leere wird als genau diese Form erkannt. Diese Quelle ist der große Schoß der Schöpfung, schwanger mit allen Möglichkeiten.

Samadhi ist das erwachen des unpersönlichen bewusstsein. Genau wie wenn du träumst: Bei erwachen wird dir klar, dass alles im Traum nur in deinem geist stattfand. Wenn du Samadhi erkennst, wird dir klar, dass alles in dieser Welt innerhalb von Ebenen über Ebenen von Energie und bewusstsein geschieht. Es sind alles Spiegel in Spiegeln, Träume in Träumen. Das „Du“, das du zu sein glaubst, ist sowohl der Traum als auch der Träumer. Was auch immer wir in diesem Film sagen – lass es los, halte es nicht mit dem geist fest. Die Seele träumt, träumt den Traum von dir. Der Traum ist alles, was sich verändert, aber es ist möglich, das Unveränderliche zu erkennen. Diese Erkenntnis lässt sich mit dem begrenzten individuellen geist nicht verstehen.

Wenn wir von Nirvikalpa Samadhi zurückkehren, fangen die Spiegel wieder an zu reflektieren, und es wird dir bewusst, dass die Welt, in der du glaubst zu leben, eigentlich du selbst bist. Nicht das begrenzte Du, das nur ein vorübergehendes Spiegelbild ist, sondern du bist dir deines wahre natur als Quelle von allem, was IST, bewusst. Dieses Erwachen höherer Weisheit, der Keim, “Prajna” oder Gnosis, ist das, was aus Samadhi hervorgeht. Nach dem Buch Hiob entspringt Chokhmah oder Weisheit dem Nichts. Dieser Punkt der Weisheit ist sowohl unendlich klein als auch umfasst er doch das gesamte Sein, doch er bleibt unverständlich, bis er im Palast der Spiegel, genannt “Binah”, Gestalt und Form angenommen hat – dem Schoß, der von höherer Weisheit geformt wurde und dem embryonalen Geist Gottes Gestalt verleiht.

Die Existenz der Spiegel oder die Existenz von mind ist kein Problem. Im Gegenteil: Der Irrtum oder die Verirrung der menschlichen Wahrnehmung besteht darin, dass wir uns mit ihnen identifizieren. Diese Illusion, dass wir das begrenzte Selbst sind, ist Maya. Die yogischen Lehren besagen, dass man, um Samadhi zu verwirklichen, das Meditationsobjekt so lange beobachten muss, bis es verschwindet – bis du darin verschwindest oder es in dir. Auch wenn sich die Sprache in den verschiedenen Traditionen unterscheidet, weisen sie im Kern alle auf ein Aufhören der Selbstidentifikation und der egozentrischen Aktivität hin. Der Buddha lehrte stets in negativen Begriffen. Er lehrte, die Funktionsweise des ich-struktur direkt zu erforschen. Er sagte nicht, was Samadhi sei, außer dass es das Ende des Leidens sei.

Im Advaita Vedanta gibt es den Begriff “Neti Neti”, was “weder das noch das” bedeutet. Menschen auf dem Weg zur Selbsterkenntnis erforschen ihr wahre natur beziehungsweise die Natur von Brahman, indem sie zuerst herausfinden, was sie nicht sind. Ähnlich beschrieb die heilige Teresa von Avila im Christentum einen Annäherungsweg ans Gebet, der auf dem negativen Pfad oder der via negativa beruht. Ein Gebet der Stille, der Hingabe und der Vereinigung, was der einzige Weg ist, sich dem Absoluten zu nähern. Durch diesen schrittweisen Prozess des Abstreifens lässt man alles los, was nicht von Dauer ist, alles, was sich verändert. Das geist, das Ego-Konstrukt und alle Phänomene, einschließlich der verborgenen Schichten des Selbst. Das Unbewusste muss transparent werden, um die eine Quelle zu widerspiegeln. Wenn es ein tiefes Wissen oder ein im Unbewussten agierendes Selbst gibt, bleiben unsere Leben in einem Labyrinth aus verborgenen Mustern gefangen, die das unentdeckte Selbst ausmachen.

Wenn sich alle Schichten des Selbst als leer erweisen, wird man frei von das selbst. Frei von allen Konzepten. Ein Wendepunkt in deiner Entwicklung ist der Moment, in dem du erkennst, dass du nicht weißt, wer du bist. Wer erlebt den Atem? Wer erlebt den Geschmack? Wer erlebt den Gesang, das Ritual, den Tanz, den Berg?  Beobachte den Beobachter, schau dir den Zeugen an. Wenn du den Beobachter beobachtest, wirst du zunächst nur das falsche Selbst sehen, aber wenn du beharrlich bleibst, wird es weichen. Frage direkt nach, wer oder was erlebt. Unerschrocken, durchdringend, tief in die Sache hinein, mit der ganzen Kraft deines Seins.

Da ist nicht-selbst, das erwacht. Da ist kein DU, das erwacht. Wovon du erwachen wirst, ist die Illusion des getrenntes selbst. Aus dem Traum von einem begrenzten “Du”. Darüber zu reden ist bedeutungslos. Es muss ein tatsächliches Aufhören von das selbst geben, um direkt zu erkennen, was es ist, und sobald es erkannt ist, gibt es nichts mehr, das man darüber sagen könnte. Sobald du etwas sagst, bist du wieder im geist. Ich habe bereits zu viel gesagt. Wir haben normalerweise drei Zustände von bewusstsein: Wachen, Träumen und Tiefschlaf. Samadhi wird manchmal als der vierte Zustand bezeichnet, der Grundzustand von bewusstsein.

Ein ursprüngliches Erwachen, das kontinuierlich und parallel zu den anderen bewusstsein-Zuständen präsent sein kann. Im Vedanta wird dies als Turiya bezeichnet. Andere Bezeichnungen für Turiya sind Christus bewusstsein, Krishna bewusstsein, Buddha-Natur oder Sahaja Samadhi. Im Sahaja Samadhi bleibt das immanente Selbst präsent, während alle menschlichen Funktionen in vollem Umfang genutzt werden. Das stille ist unbeweglich im Zentrum der Spirale sich verändernder Phänomene. Gedanken, Gefühle, Empfindungen und Energie kreisen an seinem Rand um es herum, doch der Grad des stille oder des „Ich-Bin“-Bewusstseins bleibt während äußerer Aktivität genau wie in der Meditation erhalten. Es ist möglich, dass das immanente Selbst sogar während des Tiefschlafs präsent bleibt; dass dein gewahrsein des „Ich bin“ nicht kommt und geht, selbst wenn sich die Zustände von bewusstsein ändern.

Das ist yogischer Schlaf. Im Hohelied, auch bekannt als Lied Salomos aus der hebräischen Bibel oder dem Alten Testament, heißt es: “Ich schlafe, doch mein Herz wacht.” Diese Erkenntnis des ewigen, unpersönlichen bewusstsein spiegelt sich in den Worten Christi wider, als er sagte: “Bevor Abraham war, bin ich.” Ein einziges bewusstsein, das durch unzählige Gesichter und unzählige Formen hindurchstrahlt. Zunächst ist es wie eine zerbrechliche Flamme, die aus den Polaritäten in dir entsteht. Männliches, durchdringendes bewusstsein, gepaart mit der Hingabe oder Öffnung weiblicher Energie. Es ist zart und geht leicht verloren, und man muss große Sorgfalt walten lassen, um es zu schützen und am Leben zu erhalten, bis es gereift ist. Samadhi ist gleichzeitig ein zeitloser Zustand von bewusstsein und eine Phase in einem sich entfaltenden Entwicklungsprozess. Etwas Organisches, das im Laufe der Zeit wächst. Je mehr Zeit man in Samadhi verbringt – im Jetzt, im Zeitlosen –, desto mehr orientiert man sich am Herzen, an der Seele oder an Atman und desto weniger an der konditioniert-Struktur.

So befreit man sich vom niederen geist. Befreit sich vom pathologischen Denken. Die innere Verdrahtung verändert sich. Energie fließt nicht mehr unbewusst in den alten konditioniert-Strukturen – was nichts anderes bedeutet, als dass man sich nicht mehr mit dem ich-struktur, also der äußeren Welt der Formen, identifiziert. Um Samadhi zu verwirklichen, bedarf es einer Anstrengung, die so groß ist, dass sie zu einer völligen Hingabe an sich selbst wird – und einer Hingabe, die so allumfassend ist, dass sie eine vollständige Anstrengung des eigenen Seins darstellt; der gesamten eigenen Energie. Es ist ein Gleichgewicht aus Anstrengung und Hingabe, Yin und Yang. Eine Art mühelose Anstrengung.

Der indische Mystiker und Yogi Paramahamsa Ramakrishna sagte: “Suche keine Erleuchtung, es sei denn, du suchst sie so, wie jemand, dessen Haare in Flammen stehen, einen Teich sucht.” Du suchst sie mit deinem ganzen Wesen. Während der Praxis, das Ego zu überwinden, braucht es großen Mut, Wachsamkeit und Ausdauer, um den Keim am Leben zu erhalten. Um nicht wieder in die Muster der Welt zurückzufallen. Es erfordert die Bereitschaft, gegen den Strom zu schwimmen, gegen den unerbittlichen Druck der Matrix und die zermürbenden Räder des Samsara. Jeder Atemzug, jeder Gedanke, jede Handlung muss der Verwirklichung der Quelle dienen. Samadhi wird weder durch Anstrengung verwirklicht, noch geschieht es mühelos. Lass das Bemühen und das Nicht-Bemühen los; es ist eine Dualität, die nur im geist existiert.

Die tatsächliche Verwirklichung von Samadhi ist so einfach und so undifferenziert, dass sie durch die Sprache, die von Natur aus dualistisch ist, immer falsch interpretiert wird. Es gibt nur ein einziges ursprüngliches bewusstsein, das als die Welt erwacht, aber es wurde durch viele Schichten von geist verdeckt. Wie die Sonne, die hinter den Wolken verborgen ist: Wenn jede Schicht von geist abgelegt wird, offenbart sich das eigene Wesen. Wenn jede Schicht von geist abgelegt wird, nennen die Menschen es ein anderes Samadhi. Sie geben verschiedenen Erfahrungen oder verschiedenen Arten von Phänomenen Namen, aber Samadhi ist so einfach, dass dein geist es immer verfehlen wird, wenn dir gesagt wird, was es ist und wie du es verwirklichen kannst. Eigentlich ist Samadhi weder einfach noch schwierig; es ist nur das geist, das es so erscheinen lässt. Wenn es kein geist gibt, gibt es kein Problem, denn das geist ist das, was aufhören muss, bevor es verwirklicht werden kann. Es ist überhaupt kein Geschehen. Die prägnanteste Lehre über Samadhi findet sich vielleicht in diesem Satz: “Sei still und wisse.”

Wie können wir stille mit Worten und Bildern vermitteln? Wie können wir Stille vermitteln, indem wir Lärm machen? Anstatt über Samadhi als intellektuelles Konzept zu sprechen, ist dieser Film ein radikaler Aufruf zur Untätigkeit. Ein Aufruf zur Meditation, zur inneren Stille und zum inneren Gebet. Ein Aufruf zum STOP. Hör auf mit allem, was von dem pathologischen egoischer geist angetrieben wird. Sei still und erkenne. Niemand kann dir sagen, was aus dem stille entstehen wird. Es ist ein Aufruf, aus dem spirituellen Herzen heraus zu handeln. Es ist, als würde man sich an etwas Uraltes erinnern. Die Seele erwacht und erinnert sich an sich selbst. Sie war ein schlafender Passagier, doch nun erwacht die Leere und erkennt sich selbst als alles. Du kannst dir mit dem begrenzten egoischer geist nicht vorstellen, was Samadhi ist, genauso wenig wie du einem Blinden beschreiben kannst, was Farbe ist. Dein geist kann es nicht wissen. Es kann es nicht erschaffen. Samadhi zu erkennen bedeutet, auf eine andere Art zu sehen – nicht einzelne Dinge zu sehen, sondern den Sehenden zu erkennen.

Der heilige Franz von Assisi hat gesagt: “Wonach du suchst, ist das, was sucht.” Wenn du den Mond einmal gesehen hast, erkennst du ihn in jeder Spiegelung. Das wahre Selbst war schon immer da, es ist in allem, aber du hast seine Präsenz nicht bemerkt. Wenn du lernst, das wahre Selbst jenseits von geist und Sinnen zu erkennen und in ihm zu verweilen, kannst du selbst im Alltäglichsten Ehrfurcht empfinden. Wir werden zu EHRFURCHT. Versuche nicht, frei von Wünschen zu sein, denn der Wunsch, frei von Wünschen zu sein, ist ein Wunsch. Du kannst nicht versuchen, still zu sein, denn dein bloßes Bemühen ist bereits Bewegung. Erkenne die stille, die ohnehin immer schon da ist. Sei die stille und wisse: Wenn alle Vorlieben fallen gelassen werden, offenbart sich die Quelle, aber klammere dich nicht einmal an die Quelle.

Die große Wirklichkeit, der Tao, ist weder eins noch zwei. Ramana Maharshi sagte: “Das Selbst ist nur eins. Wenn es begrenzt ist, ist es das Ego, wenn es unbegrenzt ist, ist es das Unendliche und die große Wirklichkeit.” Wenn du glaubst, was gesagt wird, hast du es verpasst. Wenn du es nicht glaubst, hast du es auch verpasst. Glaube und Unglaube bewegen sich auf der Ebene von geist. Sie erfordern ein Wissen, aber wenn du dich auf deine eigene Untersuchung einlässt, alle Aspekte deines eigenen Seins prüfst, herausfindest, wer die Untersuchung durchführt, wenn du bereit bist, nach dem Prinzip zu leben “Nicht mein Wille, sondern ein höherer Wille geschehe”, wenn du bereit bist, über das allwissende Wissen hinaus zu reisen, erkennst du vielleicht, worauf ich hinzuweisen versucht habe. Erst dann wirst du das tiefgründige Geheimnis und die Schönheit des einfachen Existierens für dich selbst kosten. Es gibt eine andere Möglichkeit für das Leben.

Es gibt etwas Heiliges, Unergründliches, das in den stillen Tiefen deines Seins entdeckt werden kann, jenseits von Konzepten, jenseits von Dogmen, jenseits der konditioniert-Aktivität und aller Vorlieben. Es wird nicht durch Techniken, Rituale oder Praktiken erworben. Es gibt kein “Wie”, um es zu bekommen. Es gibt kein System. Es gibt keinen Weg zum Weg. Wie man in Zen sagt, geht es darum, dein ursprüngliches Gesicht zu entdecken, bevor du geboren wurdest. Es geht nicht darum, dir selbst noch mehr hinzuzufügen. Es geht darum, sich selbst ein Licht zu sein; ein Licht, das die Illusion von das selbst vertreibt. Das Leben wird immer unerfüllt bleiben und das Herz wird immer unruhig bleiben, bis es in diesem Geheimnis jenseits von Name und Form zur Ruhe kommt. [Musik] Om Shreem Lakshmi Englisch